Studieren mit Kind

Möglichkeiten für Studierende mit Kindern

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Wirtschaftswissenschaftlerin vor Skyline-Panorama
Bild-Quelle: istockphoto.com/paulaphoto

Für die meisten studentischen Eltern stellt der Mangel an Geld das Hauptproblem dar. Sobald ein Kind zur Welt kommt, müssen direkt Kleidung, verschiedene Utensilien wie Windeln und Nahrung, Möbel und Spielzeug gekauft werden. Eventuell muss noch in eine größere Wohnung umgezogen werden, da das Studentenzimmer zu klein wird und man dem Kind ein schönes Zuhause bieten möchte. Da fragt man sich als Student, der selbst eh schon knapp bei Kasse ist, wo denn das ganze Geld überhaupt herkommen soll. Deswegen ist es wichtig, sich rechtzeitig zu informieren und um finanzielle Unterstützung zu kümmern, wenn man weiß, dass man die gesamten Kosten nicht selbst stemmen kann.

Die folgenden Informationen basieren auf den Informationen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Elterngeld

Das Elterngeld ist eine staatliche Unterstützung in der Elternzeit, die einen Teil des wegfallenden Einkommens ersetzt. Hatte man zuvor keinen Job ausgeübt und somit kein eigenes Einkommen verdient, bekommt man trotzdem mindestens 300 Euro im Monat. Die Höhe hängt letztendlich aber vom eigenen Einkommen ab. Bis zu 67% des Einkommens können gezahlt werden. Möchte man Elterngeld beantragen, darf man nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten. In der Regel beträgt die Zahlungsdauer 12 Monate. Man kann allerdings auch zwei weitere Monate beantragen, wenn man die Zeit der Arbeitspause mit seinem Partner aufteilt oder die Zeit verdoppeln, dafür aber nur mit der Hälfte des Geldes pro Monat rechnen.

Betreuungsgeld

Nach Ablauf der Zuzahlungsdauer des Elterngeldes können Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen (und keine Tagespflege beanspruchen), unabhängig davon ob sie erwerbstätig sind, Betreuungsgeld beantragen. Dieses ist für 22 Monate bis maximal zum 36. Monat des Kindes, verfügbar und beträgt zurzeit 150 Euro monatlich.

Kindergeld

Jeder der seinen Wohnsitz in Deutschland hat, kann bei der Arbeitsagentur oder beim öffentlichen Dienst Kindergeld beantragen, sobald dieses geboren ist. Das Kindergeld ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt und beträgt:

  • für das erste und zweite Kind monatlich 184 Euro
  • für das dritte Kind monatlich 190 Euro
  • für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 215 Euro Unterhaltsvorschuss

Der Unterhaltsvorschuss kommt für alleinerziehende Eltern in Frage, deren anderes Elternteil keinen oder nur unregelmäßig Unterhalt zahlt. Für Kinder unter 6 Jahren betragen die Leistungen aktuell 133 Euro im Monat.

BAföG

Beansprucht man BAföG, muss man bei einer Schwangerschaft vorsichtig sein und diese rechtzeitig melden, da der Anspruch auf BAföG in der Regel verfällt, sobald man das Studium länger als drei Monate unterbricht. Sollte man aufgrund seines Kindes länger für sein Studium brauchen, kann in Ausnahmefällen auch das BAföG verlängert werden. Hierzu empfiehlt es sich, direkt beim BAföG-Amt nachzufragen, welche Möglichkeiten es gibt.

Neben den staatlichen Unterstützungen bieten die eigenen Hochschulen und Universitäten Informationsmaterial, Beratung und Hilfe bei Anträgen.

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